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3
4
5 <sect1 id="linuxdevices"><title>Linux-Geräte</title>
6 <para>
7
8 Unter Linux finden Sie im Verzeichnis <filename>/dev</filename> verschiedene
9 spezielle Dateien. Diese heißen Gerätedateien und verhalten sich anders wie
10 gewöhnliche Dateien. Die bekanntesten Typen von Gerätedateien sind die für
11 blockorientierte und für zeichenorientierte Geräte. Diese Dateien stellen
12 eine Schnittstelle zu dem jeweiligen Treiber (ein Teil des Linux-Kernels)
13 dar, der dann wiederum auf die Hardware zugreift. Eine weitere wichtige, aber
14 weniger bekannte Gerätedatei heißt <firstterm>pipe</firstterm>.
15 Die wichtigsten Gerätedateien sind in der untenstehenden Tabelle aufgelistet.
16
17 </para><para>
18
19 <informaltable><tgroup cols="2"><tbody>
20 <row>
21 <entry><filename>fd0</filename></entry>
22 <entry>Das erste Diskettenlaufwerk</entry>
23 </row><row>
24 <entry><filename>fd1</filename></entry>
25 <entry>Das zweite Diskettenlaufwerk</entry>
26 </row>
27 </tbody></tgroup></informaltable>
28
29 <informaltable><tgroup cols="2"><tbody>
30 <row>
31 <entry><filename>hda</filename></entry>
32 <entry>Festplatte oder CD-ROM am ersten IDE-Port - Master</entry>
33 </row><row>
34 <entry><filename>hdb</filename></entry>
35 <entry>Festplatte oder CD-ROM am ersten IDE-Port - Slave</entry>
36 </row><row>
37 <entry><filename>hdc</filename></entry>
38 <entry>Festplatte oder CD-ROM am zweiten IDE-Port - Master</entry>
39 </row><row>
40 <entry><filename>hdd</filename></entry>
41 <entry>Festplatte oder CD-ROM am zweiten IDE-Port - Slave</entry>
42 </row><row>
43 <entry><filename>hda1</filename></entry>
44 <entry>Die erste Partition auf der ersten IDE-Festplatte</entry>
45 </row><row>
46 <entry><filename>hdd15</filename></entry>
47 <entry>Fünfzehnte Partition auf der vierten IDE-Festplatte</entry>
48 </row>
49 </tbody></tgroup></informaltable>
50
51 <informaltable><tgroup cols="2"><tbody>
52 <row>
53 <entry><filename>sda</filename></entry>
54 <entry>Die SCSI-Festplatte mit der niedrigsten SCSI-ID (z.B. 0)</entry>
55 </row><row>
56 <entry><filename>sdb</filename></entry>
57 <entry>Die SCSI-Festplatte mit der nächsthöheren SCSI-ID (z.B. 1)</entry>
58 </row><row>
59 <entry><filename>sdc</filename></entry>
60 <entry>Die SCSI-Festplatte mit der nächsthöheren SCSI-ID (z.B. 2)</entry>
61 </row><row>
62 <entry><filename>sda1</filename></entry>
63 <entry>Die erste Partition auf der ersten SCSI-Festplatte</entry>
64 </row><row>
65 <entry><filename>sdd10</filename></entry>
66 <entry>Die zehnte Partition auf der vierten SCSI-Festplatte</entry>
67 </row>
68 </tbody></tgroup></informaltable>
69
70 <informaltable><tgroup cols="2"><tbody>
71 <row>
72 <entry><filename>sr0</filename></entry>
73 <entry>SCSI-CD-ROM-Laufwerk mit der niedrigsten SCSI-ID</entry>
74 </row><row>
75 <entry><filename>sr1</filename></entry>
76 <entry>SCSI-CD-ROM-Laufwerk mit der nächsthöheren SCSI-ID</entry>
77 </row>
78 </tbody></tgroup></informaltable>
79
80 <informaltable><tgroup cols="2"><tbody>
81 <row>
82 <entry><filename>ttyS0</filename></entry>
83 <entry>Der erste serielle Port (Port 0, unter MS-DOS COM1 genannt)</entry>
84 </row><row>
85 <entry><filename>ttyS1</filename></entry>
86 <entry>Der zweite serielle Port (Port 1, unter MS-DOS COM2 genannt)</entry>
87 </row><row>
88 <entry><filename>psaux</filename></entry>
89 <entry>PS/2-Maus</entry>
90 </row><row>
91 <entry><filename>gpmdata</filename></entry>
92 <entry>Pseudo-Gerät, das Daten vom GPM-(Maus-)Daemon überträgt</entry>
93 </row>
94 </tbody></tgroup></informaltable>
95
96 <informaltable><tgroup cols="2"><tbody>
97 <row>
98 <entry><filename>cdrom</filename></entry>
99 <entry>Symbolischer Link zum CD-ROM-Laufwerk</entry>
100 </row><row>
101 <entry><filename>mouse</filename></entry>
102 <entry>Symbolischer Link zur Gerätedatei der Maus</entry>
103 </row>
104 </tbody></tgroup></informaltable>
105
106 <informaltable><tgroup cols="2"><tbody>
107 <row>
108 <entry><filename>null</filename></entry>
109 <entry>Alles, was an dieses Gerät geschickt wird, verschwindet</entry>
110 </row><row>
111 <entry><filename>zero</filename></entry>
112 <entry>Man kann endlos Nullen von diesem Gerät lesen</entry>
113 </row>
114 </tbody></tgroup></informaltable>
115
116 </para>
117
118 <sect2>
119 <title>Einrichten der Maus</title>
120
121 <para>
122
123 Die Maus kann sowohl auf der Linux-Konsole (mit GPM) wie auch in der
124 X-Window-Umgebung verwendet werden. Die beiden Verwendungsarten können
125 gleichzeitig genutzt werden, indem der GPM-Repeater wie gezeigt benutzt wird,
126 um dem Signal zu ermöglichen, zum X-Server zu gelangen:
127
128 <informalexample><screen>
129 mouse =&gt; /dev/psaux =&gt; gpm =&gt; /dev/gpmdata -&gt; /dev/mouse =&gt; X
130 /dev/ttyS0 (repeater) (symlink)
131 /dev/ttyS1
132 </screen></informalexample>
133
134 Setzen Sie das Protokoll des Repeaters auf <quote>raw</quote> (in
135 <filename>/etc/gpm.conf</filename>), während X in
136 <filename>/etc/X11/XF86Config</filename> oder
137 <filename>/etc/X11/XF86Config-4</filename> auf das Original-Mausprotokoll
138 eingestellt ist.
139
140 </para><para>
141
142 Dieser Ansatz, GPM auch unter X (der grafischen Oberfläche) zu nutzen, hat
143 Vorteile, wenn die Maus unbeabsichtigterweise abgezogen wird. Sie müssen GPM
144 lediglich mit
145
146 <informalexample><screen>
147 # /etc/init.d/gpm restart
148 </screen></informalexample>
149
150 neu starten, um die Maus wieder zu aktivieren, ohne dabei den X-Server neu
151 starten zu müssen.
152
153 </para><para>
154
155 Wenn GPM aus irgendeinem Grund deaktiviert oder nicht installiert ist, stellen
156 Sie sicher, dass X direkt von der Mausschnittstelle liest, z.B. von /dev/psaux.
157 Details finden Sie im 3-Tasten-Maus-HowTo unter
158 <filename>/usr/share/doc/HOWTO/en-txt/mini/3-Button-Mouse.gz</filename>, in der
159 Handbuchseite von gpm (<userinput>man gpm</userinput>) sowie unter
160 <filename>/usr/share/doc/gpm/FAQ.gz</filename> und
161 <ulink url="&url-xorg;current/doc/html/mouse.html">Mouse Support
162 in X.Org)</ulink>.
163
164 </para><para arch="powerpc">
165
166 Auf PowerPCs setzen Sie in <filename>/etc/X11/XF86Config</filename> oder
167 <filename>/etc/X11/XF86Config-4</filename> die Mausschnittstelle auf
168 <userinput>"/dev/input/mice"</userinput>.
169
170 </para><para arch="powerpc">
171
172 Moderne Kernel geben Ihnen die Möglichkeit, eine Drei-Tasten-Maus zu
173 emulieren, wenn Sie nur eine Ein-Tasten-Maus haben. Fügen Sie dazu die
174 folgenden Zeilen zur Datei <filename>/etc/sysctl.conf</filename> hinzu.
175
176 <informalexample><screen>
177 # Emulation einer 3-Tasten-Maus
178 # Emulation aktivieren
179 /dev/mac_hid/mouse_button_emulation = 1
180 # Das Signal der mittleren Maustaste über die Taste F11 erzeugen
181 /dev/mac_hid/mouse_button2_keycode = 87
182 # Das Signal der rechten Maustaste über die Taste F12 erzeugen
183 /dev/mac_hid/mouse_button3_keycode = 88
184 # Wenn Sie andere Tasten verwenden möchten, nutzen Sie den Befehl showkey,
185 # um zu erfahren, welchen Keycode Sie eintragen müssen.
186 </screen></informalexample>
187
188 </para>
189 </sect2>
190 </sect1>
191
192 <sect1 id="tasksel-size-list">
193 <title>Festplattenplatz, der für die Programmgruppen benötigt wird</title>
194 <para>
195
196 Eine Standard-Installation für die i386-Architektur inklusive aller
197 Standardpakete und mit Verwendung des standardmäßigen 2.6-Kernels benötigt
198 &std-system-size;MB Festplattenplatz. Eine minimale Basisinstallation ohne die Programmgruppe
199 <quote>Standard-System</quote> belegt &base-system-size;MB.
200 </para>
201 <important><para>
202
203 In beiden Fällen ist dies der benötigte Platz auf der Platte,
204 <emphasis>nachdem</emphasis> die Installation beendet ist und alle temporären
205 Dateien gelöscht wurden. Ebenfalls ist der vom Dateisystem genutzte Overhead
206 nicht mit eingerechnet, zum Beispiel für die Journal-Dateien. Dies bedeutet,
207 dass noch bedeutend mehr Festplattenplatz benötigt wird, und zwar sowohl
208 <emphasis>während</emphasis> der Installation wie auch später bei der normalen
209 Nutzung des Systems.
210
211 </para></important>
212 <para>
213
214
215 Die folgende Tabelle listet die Größe der Programmgruppen auf (die Sie in
216 tasksel auswählen können), wie Sie von aptitude angegeben wird. Beachten Sie,
217 dass einige Gruppen überlappende Bestandteile haben, so dass die absolut
218 installierte Größe von zwei Gruppen zusammen weniger sein kann als die Summe
219 der einzelnen Werte.
220
221 </para><para>
222
223 Bedenken Sie, dass Sie zu den Angaben aus der Liste noch die Größe der
224 Standard-Installation hinzurechnen müssen, wenn es darum geht, die benötigte
225 Größe der Partitionen abzuschätzen. Von dem, was unter <quote>Größe
226 nach der Installation</quote> aufgeführt ist, wird das meiste in
227 <filename>/usr</filename> und <filename>/lib</filename> landen; die Werte
228 unter <quote>Herunterzuladende Größe</quote> werden (vorübergehend) in
229 <filename>/var</filename> benötigt.
230
231 </para><para>
232
233 <informaltable>
234 <tgroup cols="4">
235 <thead>
236 <row>
237 <entry>Programmgruppe</entry>
238 <entry>Größe nach der Installation (MB)</entry>
239 <entry>Herunterzuladende Größe (MB)</entry>
240 <entry>Für die Installation benötigt (MB)</entry>
241 </row>
242 </thead>
243
244 <tbody>
245 <row>
246 <entry>Arbeitsplatzrechner</entry>
247 <entry>&task-desktop-inst;</entry>
248 <entry>&task-desktop-dl;</entry>
249 <entry>&task-desktop-tot;</entry>
250 </row>
251
252 <row>
253 <entry>Laptop<footnote>
254
255 <para>
256 Es gibt eine erhebliche Überschneidung der Programmgruppe Laptop mit
257 der für Arbeitsplatzrechner. Wenn Sie beide installieren, benötigt Laptop
258 nur ein paar MB zusätzlich.
259 </para>
260
261 </footnote></entry>
262 <entry>&task-laptop-inst;</entry>
263 <entry>&task-laptop-dl;</entry>
264 <entry>&task-laptop-tot;</entry>
265 </row>
266
267 <row>
268 <entry>Web-Server</entry>
269 <entry>&task-web-inst;</entry>
270 <entry>&task-web-dl;</entry>
271 <entry>&task-web-tot;</entry>
272 </row>
273
274 <row>
275 <entry>Print-Server</entry>
276 <entry>&task-print-inst;</entry>
277 <entry>&task-print-dl;</entry>
278 <entry>&task-print-tot;</entry>
279 </row>
280
281 <row>
282 <entry>DNS-Server</entry>
283 <entry>&task-dns-inst;</entry>
284 <entry>&task-dns-dl;</entry>
285 <entry>&task-dns-tot;</entry>
286 </row>
287
288 <row>
289 <entry>Datei-Server</entry>
290 <entry>&task-file-inst;</entry>
291 <entry>&task-file-dl;</entry>
292 <entry>&task-file-tot;</entry>
293 </row>
294
295 <row>
296 <entry>Mail-Server</entry>
297 <entry>&task-mail-inst;</entry>
298 <entry>&task-mail-dl;</entry>
299 <entry>&task-mail-tot;</entry>
300 </row>
301
302 <row>
303 <entry>SQL-Datenbank-Server</entry>
304 <entry>&task-sql-inst;</entry>
305 <entry>&task-sql-dl;</entry>
306 <entry>&task-sql-tot;</entry>
307 </row>
308
309 </tbody>
310 </tgroup></informaltable>
311
312 <note><para>
313
314 Die Programmgruppe <emphasis>Desktop</emphasis> installiert die
315 GNOME-Desktop-Umgebung.
316
317 </para></note>
318
319 </para><para>
320
321 Falls Sie bei der Sprachauswahl nicht Englisch gewählt haben, installiert
322 <command>tasksel</command> möglicherweise automatisch eine Programmgruppe
323 für die Lokalisierung, falls diese für Ihre Sprache verfügbar ist.
324 Der Speicherbedarf differiert abhängig von der Sprache; Sie sollten insgesamt
325 bis zu 350MB für das Herunterladen und die Installation vorsehen.
326
327 </para>
328 </sect1>

Properties

Name Value
svn:keywords Id

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